Autodidakt mit dem Anspruch der komplexen Einfachheit
Morten Gøttler, geboren 1944, kam als Autodidakt zum Design. Nach einer ersten Laufbahn in der Schifffahrt gründete er 1972 sein eigenes Studio. Seit Mitte der 1980er Jahre liegt sein Schwerpunkt auf Möbeln. Für Carl Hansen & Søn entwarf er 1997 den MG501 Cuba Chair.
Autodidakt mit dem Anspruch der komplexen Einfachheit
Morten Gøttler, geboren 1944, kam als Autodidakt zum Design. Nach einer ersten Laufbahn in der Schifffahrt gründete er 1972 sein eigenes Studio. Seit Mitte der 1980er Jahre liegt sein Schwerpunkt auf Möbeln. Für Carl Hansen & Søn entwarf er 1997 den MG501 Cuba Chair.
Morten Gøttler hat Design nie studiert. Er arbeitete zunächst in der Schifffahrt und gründete 1972 sein eigenes Studio, in dem zuerst Grafik, Leuchten, Spielzeug und Verpackungen entstanden. Die Eigenschaften der Materialien brachte er sich durch Versuch und Irrtum bei. Seit Mitte der 1980er Jahre gilt seine Arbeit vor allem den Möbeln.
Der MG501 Cuba Chair von 1997 ist ein Faltstuhl, der keine Abstriche macht. Massive Eiche oder Teak, dazu Baumwollgurt oder Papierkordel, gefertigt bei Carl Hansen & Søn in Dänemark. Zusammengeklappt verschwindet er, aufgestellt hält er dem Vergleich mit jedem festen Sessel stand.
Gøttler beschreibt seinen eigenen Anspruch als komplexe Einfachheit: Komfort und Funktion in einer Form, die auf den ersten Blick selbstverständlich wirkt und erst beim genaueren Hinsehen ihre Sorgfalt zeigt. Ein Faltstuhl ist üblicherweise ein Kompromiss. Dieser ist keiner.
Gøttler kam über die Schifffahrt zum Design und hat sich alles selbst beigebracht. Sein bekanntester Entwurf, der Cuba Chair, entstand erst mehr als zwanzig Jahre nach der Gründung seines Studios.
Morten Gøttler entwarf den MG501 im Jahr 1997 für Carl Hansen & Søn. Geölte Eiche und Segeltuch, zusammenklappbar, aber gut genug verarbeitet, um dauerhaft im Raum zu stehen. Das Tuch gibt mit der Zeit nach und passt sich an.