
Nils Strinning entwarf 1949 das String Regal, eines der meistkopierten und meistproduzierten Möbelstücke Skandinaviens. Das modulare System aus Wandleitern und Einlegeböden ist seit 1950 nahezu unverändert in Produktion. Eine Idee, die so gut ist, dass sie keine Überarbeitung braucht.
Kurzprofil
- Geboren
- 8. Dezember 1917 (Kramfors, Schweden)
- Gestorben
- 10. Mai 2006
- Schwerpunkt
- Möbeldesign, Regalsysteme, Innenarchitektur
- Bekannt für
- String Regal, modulares Regalsystem
- Hersteller
- String
Aktualisiert am von Koray Önal.
Werke anzeigenNils Strinning
Vita & Designphilosophie
Ein Wettbewerb, eine Ikone
Nils Strinning studierte Architektur in Stockholm, als der Verlag Bonnier 1949 einen Wettbewerb für ein Bücherregal ausschrieb: günstig, leicht zu verschicken, einfach zu montieren. Gemeinsam mit seiner Frau Kajsa entwickelte er Leitern aus kunststoffummanteltem Draht, in die die Böden nur eingehängt werden. Der Entwurf gewann. Seit 1950 wird das String Regal ohne Unterbrechung gebaut.

Das System als Prinzip
Das Geniale am String Regal ist nicht ein einzelnes Regal, sondern das Denken dahinter. Zwei Wandleitern, beliebig viele Böden, beliebige Konfiguration. Man kauft nicht ein Möbelstück, man kauft ein System, das mit dem Leben wächst. Mehr Bücher: ein Boden dazu. Neues Zimmer: Leitern ummontiert. Diese Modularität war 1949 revolutionär und ist heute so aktuell wie damals.

Einfluss auf das heutige Interior Design
Das String Regal hat das Wandregal als Einrichtungselement salonfähig gemacht. Vor Strinning waren Regale Möbel, die man versteckte. Mit dem String wurden sie zur Gestaltung. Wer heute ein String Regal kauft, kauft ein System, das sich jeder Wohnsituation anpasst und dabei immer gut aussieht.

Das String Regal wurde 1949 auf Initiative des schwedischen Verlegers Albert Bonnier entwickelt, der ein Bücherregal für moderne Wohnungen suchte. Strinning gewann den Wettbewerb, und Bonnier brachte das Regal 1950 auf den Markt. Seit 1950 läuft die Produktion ohne Unterbrechung.
Passende Bücher
Nils Strinning in Jahren
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1917
Geboren in Schweden.
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1939
Studium Architektur und Design in Stockholm.
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1949
Gewinnt Wettbewerb des Verlegers Albert Bonnier für ein modernes Bücherregal.
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1950
String Regal kommt auf den Markt, Produktion beginnt ohne Unterbrechung.
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1952
String Regal wird international bekannt, Exporte in mehrere Länder.
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1958
Erweiterung des Systems um neue Konfigurationen und Materialien.
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1965
String Regal wird in Designmuseen aufgenommen.
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1975
Retrospektive schwedisches Design; String Regal als Ikone gewürdigt.
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1980
System wird um Schreibtische und Schränke erweitert.
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2006
Stirbt in Schweden.

String Regal

Ein Regal, das mitwächst
Nils Strinning entwarf das String System 1949 für einen schwedischen Bücherregal-Wettbewerb. Die Leitern aus gebogenem Draht hängen an der Wand, die Böden liegen einfach ein. Wer nach zehn Jahren erweitert, bekommt Teile, die passen.

Häufige Fragen zu: Nils Strinning
Wer war Nils Strinning?
Nils Strinning (1917 bis 2006) war ein schwedischer Architekt und Designer, der 1949 das String Regal entwarf. Sein modulares Regalsystem gehört zu den meistverkauften skandinavischen Designklassikern und wird seit über 70 Jahren nahezu unverändert produziert.
Was ist das String Regal?
Das String Regal ist ein modulares Wandregalsystem aus Drahtleitern und Holzböden. Es wurde 1949 entworfen und ist seit 1950 in Produktion. Das System lässt sich beliebig erweitern und konfigurieren.
Wer produziert das String Regal heute?
Die schwedische Firma String Furniture AB produziert das String Regal seit 1950 nahezu unverändert nach Strinnings Originalentwurf.
Was macht das String Regal besonders?
Die Modularität. Man kauft kein festes Möbelstück, sondern ein System, das mit dem Leben mitwächst. Mehr Bücher, mehr Böden. Neues Zimmer, andere Konfiguration. Dieses Denken in Systemen statt in Objekten war 1949 radikal neu und ist heute so zeitgemäß wie damals.
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