
Fritz Haller entwickelte ab 1962 für die Firma USM ein Möbelsystem, das bis heute in keinem seiner Grundprinzipien verändert wurde. Das USM Haller System aus Stahlkugeln und Rohren ist modular, dauerhaft und so flexibel, dass es gleichzeitig im Privathaushalt und im Büro der Weltbank steht. Haller dachte Möbel als Infrastruktur.
Kurzprofil
- Geboren
- 23. Oktober 1924 (Solothurn, Schweiz)
- Gestorben
- 15. Oktober 2012 (Bern, Schweiz)
- Schwerpunkt
- Architektur, Möbeldesign, Systemmöbel
- Bekannt für
- USM Haller, Modulares Möbelsystem, Schweizer Design
- Hersteller
- USM
Aktualisiert am von Koray Önal.
Werke anzeigenFritz Haller
Vita & Designphilosophie
Architekt denkt Möbel
Fritz Haller wurde 1924 in Solothurn geboren und arbeitete als Architekt zunächst im Büro seines Vaters. Für die Firma USM plante er Anfang der 1960er Jahre ein Fabrikgebäude in Münsingen, gebaut aus einem Stahlsystem, das sich jederzeit erweitern ließ. Aus derselben Logik entstand ab 1962 das Möbel für die Büros darin. Haller blieb zeitlebens Architekt, das Möbel war für ihn ein Bauwerk im Kleinen.

Das Kugel-Rohr-System
Das Prinzip des USM Haller Systems ist bestechend einfach: Eine Kugel mit sechs Gewindebohrungen nimmt Stahlrohre in jede Richtung auf. Daraus entsteht ein stabiles, dreidimensionales Raster, das beliebig erweitert werden kann. Sideboard, Regal, Schreibtisch, Raumteiler, alles dasselbe System. Hallers Architekturdenken führte zu einem Möbel, das nicht veraltet, weil es kein Styling hat, sondern nur Struktur.

Einfluss auf das heutige Interior Design
USM Haller ist heute das meistgenutzte hochwertige Büromöbelsystem der Welt und gleichzeitig ein begehrtes Wohnmöbel. Die Stahlkugel als Verbindung erkennst du sofort. Wer USM kauft, kauft kein Möbel für zehn Jahre. Er kauft ein System, das ein Leben lang mitwächst und sich anpasst, ohne je aus der Mode zu kommen.

Das USM Haller System wird seit den 1960er Jahren ohne eine einzige Änderung am Grundprinzip produziert. Die Kugel, die Rohre, die Verbindungen sind identisch mit dem Original von Fritz Haller. Kein Revival, kein Redesign, einfach das Original.
Passende Bücher
Fritz Haller in Jahren
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1924
Geboren in Solothurn, Schweiz.
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1942
Ausbildung zum Hochbauzeichner.
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1948
Eröffnet eigenes Architekturbüro in Solothurn.
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1960
Bekommt Auftrag, Fabrik der Firma USM in Münsingen zu entwerfen.
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1962
Beginnt mit der Entwicklung des USM Haller Möbelsystems für die Innenausstattung der USM-Fabrik.
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1965
Der endgültige Entwurf mit Kugelverbinder steht, das Patent wird angemeldet. Serie und freier Verkauf folgen 1969.
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1977
Professur an der Universität Karlsruhe.
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1982
USM Haller wird weltweit in über 60 Länder exportiert.
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2001
USM Haller wird in die Sammlung des MoMA New York aufgenommen.
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2012
Stirbt in Bern.

USM Haller Möbelbausystem

Das System, das nie fertig wird
Fritz Haller entwarf das Möbelbausystem zwischen 1962 und 1965 für USM in Münsingen. Kugel, Rohr, Blech, aus drei Elementen entsteht jedes Möbel. Wer heute erweitert, bekommt Teile, die auf ein Möbel von 1970 passen.

Häufige Fragen zu: Fritz Haller
Wer war Fritz Haller?
Fritz Haller (1924 bis 2012) war ein Schweizer Architekt und Designer. Er entwickelte ab 1962 das USM Haller Möbelsystem für die Firma USM in Münsingen, das heute zu den bekanntesten modularen Möbelsystemen der Welt zählt.
Was ist das USM Haller System?
Das USM Haller System ist ein modulares Möbelsystem aus Stahlkugeln, Rohren und Tableaux. Es wurde ab 1962 entwickelt und kann zu Sideboards, Regalen, Schreibtischen und Raumteilern konfiguriert werden.
Wer produziert USM Haller heute?
USM U. Schärer Söhne AG in Münsingen, Schweiz, produziert das USM Haller System seit den 1960er Jahren ohne Änderungen am Grundprinzip.
Was macht USM Haller so besonders?
Das System denkt nicht in Möbelstücken, sondern in Infrastruktur. Eine Kugel, sechs Gewindebohrungen, beliebige Richtungen. Daraus entsteht alles. Kein anderes Möbelsystem verbindet diese Flexibilität mit dieser Langlebigkeit und diesem eigenständigen Auftritt.
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Beide entwarfen modulare Systeme, die nicht veralten, weil sie auf Flexibilität statt auf Styling setzen. Strinning mit Wandschienen für Bücher, Haller mit Kugeln und Rohren für alles andere.
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Zeitgenossen, beide Systemdenker. Rams bei Braun mit Elektrogeräten, Haller mit USM bei Möbeln. Die gemeinsame Überzeugung: Weniger, aber besser. Funktion schlägt Dekoration.


























